Nutze Sichtbarkeitsdaten auf Verzeichnis-Ebene für deine SEO-Arbeit

Durch die Analyse der Sichtbarkeit auf Verzeichnis-Ebene kannst du Inhalte und Strategien aufdecken die in der Google Suche funktionieren. Diese Information kannst du nutzen um deine eigene Webseite zu verbessern und direkte Wettbewerber zu finden.

Die historischen Daten ermöglichen eine detaillierte Auswertung einer Domain und helfen Verzeichnisse zu finden, die nicht mehr ranken. Die Verzeichnis-Daten liegen für alle bekannten Domains vor.

Wo finde ich die Verzeichnis-Ansicht für meine Webseite?

In der SISTRIX Toolbox kannst du ein Verzeichnis genau so auswerten wie eine Domain. Wir zeigen dir den Sichtbarkeitsindex und die rankenden Keywords für das Verzeichnis, inklusive der kompletten Datenhistorie. Alle Features die bei der Domain-Auswertung zur Verfügung stehen, wie die Wettbewerbsanalyse, die Ranking-Verteilung, die URL-Veränderungen und Ranking-Veränderungen, sind auch auf Verzeichnisebene verfügbar.

Der Unterpunkt „Verzeichnisse“ ist Teil des SEO-Moduls der SISTRIX Toolbox.

Wenn du dir den Domain Überblick für eine Webseite anschaust, indem du die Domain in den Suchschlitz eingibst, findest du dort ein Kuchendiagramm mit den 6 erfolgreichsten Verzeichnissen.

In diesem Tutorial geht es jedoch um die Verzeichnis-Auswertung aller Verzeichnisse. Hierzu gib die gewünschte Domain in die Suchleiste bei 1 ein und klicke dann auf den Unterpunkt „Verzeichnisse“ in der linken Navigation, bei 2.

Daten-Optionen

Im Unterpunkt „Verzeichnisse“ gibt es folgende Optionen um die angezeigten Daten zu personalisieren.

SISTRIX Toolbox: options for a directory ot subdomain analysis
  • Mobile/ Desktop: wähle hier ob die Auswertung die Mobilen– oder die Desktop-Keywords und -Sichtbarkeit zeigen soll.
  • Export: exportiere die Daten der Tabelle in eine CSV-Datei. Hierbei fallen Credits an.
  • Shortlink : teile die Tabelle in Sozialen Medien.

Du findest diese Optionen oben rechts, oberhalb der Tabelle. In der Tabelle selbst findest du weitere Optionen, indem du auf das -Symbol in der rechten Ecke der Box klickst.

Anderes Datum auswählen: wir erheben die Desktop-Sichtbarkeit für Deutschland seit 2008 und die Mobile-Sichtbarkeit seit 2015. Du kannst auf eine lange Historie an Daten zurückgreifen. Klicke hierzu auf die oberste Auswahlmöglichkeit und du kannst aus einer Liste das gewünschte Datum auswählen, für das die Grafik angezeigt werden soll.

Zeige mehr Pins: die Toolbox zeigt automatisch Pins in den Grafiken an, wenn sich die Sichtbarkeitswerte zwischen zwei Wochen, in denen Google offiziell ein Update bestätigt hat, um mehr als 15.5% verändert haben. Mit dem Button „Zeige mehr Pins“ werden alle bestehenden Pins angezeigt. Klicke ein weiteres Mal auf diese Option um die Pins wieder zu verstecken.

Alle Pins verbergen: hiermit versteckst du alle gezeigten Pins der Grafik. Sehr praktisch wenn du Screenshots machen möchtest.

Pins bearbeiten: öffnet eine Auswahl mit allen möglichen Pins. Hier kannst du auswählen, welche Pins in der Grafik angezeigt werden sollen.

Pin hinzufügen: über diese Option kannst du einen eigenen Pin hinzufügen. Dieser Pin ist nur für deinen Account sichtbar und in unserem Tutorial „Entwicklungen mit Ereignis-Pins dokumentieren“ findest du alle weiteren Informationen.

Diagramm downloaden: hier kannst du den Inhalt der Grafik exportieren. Dir stehen die Dateiformate PDF, PNG und CSV zur Verfügung.

Diagramm vergleichen: die Toolbox zeigt automatisch die drei stärksten Verzeichnisse. Über diese Option kannst du selbst entscheiden welche Verzeichnisse in der Grafik abgebildet werden sollen. Mehr hierzu gleich.

Zum Dashboard hinzufügen: fügt diese Grafik zu einem Dashboard hinzu.

Zum Report hinzufügen: fügt diese Grafik einem Report hinzu.

Tabelle exportieren: hier kannst du die Tabelle unterhalb der Grafik als CSV-Datei exportieren, um sie später in Excel, Google Sheets oder dem Google Data Studio weiter zu verwenden.

Beispiele der Nutzung von Sichtbarkeitsdaten auf Verzeichnis-Ebene

Schauen wir uns ein paar Beispiele an, wie die Verzeichnis Daten bei deiner SEO-Arbeit helfen können.

  • Nutze die historischen Sichtbarkeitsdaten um schnell wachsenden oder verlustreichen Bereichen der Domain auf den Grund zu gehen.
  • Sammel Domain Erkenntnisse – Überwache Bereiche deiner Konkurrenz in denen sie neue Inhalte veröffentlichen oder behalte neue Produkte von Herstellern im Blick.
  • Finde ähnliche Verzeichnisse bei anderen Domains, die auf deine Keywords ranken.
  • Überwache die Verschiebung von Inhalten zwischen Verzeichnissen.

Einfache Verzeichnis Auswertung

Die Tabelle zeigt den Sichtbarkeitsverlauf der drei stärksten Verzeichnisse bei Google. Die Daten werden auf wöchentlicher Basis gezeigt und du kannst die folgenden drei Hauptpunkte darüber auswerten:

  • Wie ist die Sichtbarkeit der einzelnen Verzeichnisse bei Google?
  • Gibt es Sichtbarkeits-Probleme die durch technische Belange hervorgerufen werden (zum Beispiel während eines Relaunches)?
  • Wie haben sich die Verzeichnisse über die Zeit verändert und gab es möglicherweise Veränderungen in der Domain Struktur?

All diese Fragen können nicht nur für die eigene Domain interessant sein, sondern auch für die Domains der Wettbewerber.

Wenn du mit dem Mauszeiger über die Grafik fährst zeigt dir die Toolbox die Sichtbarkeitswerte für diese Woche.

Du kannst zu einem bestimmten Wochenpunkt auch auf die rechte Maustaste klicken und von dort aus direkt auf die rankenden Keywords eines Verzeichnisses zu dem gewählten Datum wechseln.

Du kannst näher in die Daten reinzoomen indem du die linke Maustaste festhältst und zum gewünschten Endpunkt der Auswahl wieder loslässt.

Direkt unter der Grafik findest du die Tabelle mit allen gefunden Verzeichnissen der Webseite, bei 1, dem Verzeichniseigenen Sichtbarkeitsindex 2, die Anzahl der Top-10 und Top-100 Rankings 3 die Anzahl der URLs mit Top-10 und Top-100 Ergebnissen 4. Mit diesen Daten kannst du schnell heraus finden, welche Verzeichnisse einer Webseite es gibt und welche davon gut funktionieren oder gut funktioniert haben.

Die Tabelle ist standardmäßig nach der Anzahl der Top-100 Keywords des jeweiligen Verzeichnisses sortiert. Du kannst die Sortierung ändern indem du auf die gewünschte Spaltenüberschrift klickst.

Mit den Check-Boxen vor den top drei Verzeichnissen, bei 5, kannst du wählen, ob diese alle oben in der Verlaufsgrafik angezeigt werden sollen.

Wie zuvor schon angesprochen kannst du auch weitere Verzeichnisse in der Grafik mit anzeigen. Klicke hierzu auf die Grafik-Option bei 6 und wähle „Diagramm vergleichen“ aus 7.

Gib hier die zu vergleichenden Verzeichnisse, bei 8, ein. Achte hierbei bitte darauf, dass Verzeichnisse mit dem Protokoll starten und mit einem / enden müssen. Du kannst natürlich auch Verzeichnisse von verschiedenen Domains miteinander vergleichen.

Vergleich von Verzeichnissen verschiedener Domains

Das Feature „Diagramm vergleichen“ haben wir weiter oben schon angesprochen. Es kann auch dafür genutzt werden, Verzeichnisse verschiedener Domains miteinander zu vergleichen.

Es ist durchaus hilfreich auf granularer Ebene sehen zu können, ob ein Teilbereich der eigenen Domain oder der Konkurrenz besser oder schlechter funktioniert. So kann sich zum Beispiel herausstellen, dass die Domain im Ganzen an Sichtbarkeit gewinnt, ein einzelnes für mich wichtiges Verzeichnis jedoch langsam Sichtbarkeit verliert.

In diesem Beispiel sehen wir vier Verzeichnisse auf drei Baumarkt-Domains. Wir können erkennen, dass Obi mit dem /ratgeber/-Verzeichnis seit mehreren Jahren Sichtbarkeit verliert und diese nur langsam mit dem /magazin/-Verzeichnis wieder ausgleicht. Gegenüber der Konkurrenz ist das Niveau jedoch weiterhin sehr hoch.

Unterverzeichnisse auswerten

Da die Daten in der SISTRIX Toolbox auf URL-Ebene vorliegen, hast du die Möglichkeit eine Webseite immer feinteiliger zu segmentieren. Dazu gehört auch die Möglichkeit Unterverzeichnisse auf ihre wichtigsten KPIs auszuwerten.

Du kannst die Auswertung auf verschiedene Arten beginnen.

Wenn du im Unterpunkt „Verzeichnisse“ der Toolbox bist, kannst du dort auf das Verzeichnis klicken und kommst auf die Überblick-Seite für genau dieses Verzeichnis.

Dies funktioniert bei allen URL-Spalten der Toolbox. Gehe einfach mit der Maus über die URL und die Toolbox bietet dir an, den gehighlighteten Teil näher zu analysieren.

Ansonsten kannst du jederzeit das gewünschte Verzeichnis in die Suchleiste eingeben. Starte dazu bitte mit dem Protokoll und die Eingabe muss mit einem / enden.

Egal über welchen Weg du das Verzeichnis eingegeben hast, du landest auf der SEO-Übersicht-Seite für dieses spezifische Verzeichnis. Hier findest du die wichtigsten KPIs für Desktop und Mobile, wie den Sichtbarkeitsindex des Verzeichnisses, die Anzahl der Top-100 Rankings, Links und Sozialen Signale.

Alle Funktionen in der linken Navigation beziehen sich immer auf den Teil (Domain, Host, Verzeichnis oder URL) der aktuell in der Suchleiste angezeigt wird.

Wenn du also ein Verzeichnis auswertest, im Bild zu sehen bei 1, kannst du auf den Unterpunkt „Verzeichnisse“ klicken, bei 2, und siehst jetzt die Unterverzeichnisse, welche die meisten Rankings erzielen konnten.

Von hier aus, könntest du jetzt auf ein weiteres Unterverzeichnis klicken und dort erneut in die „Verzeichnisse“ gehen um die Struktur noch weiter herunter zu brechen. Dank der großen Datenbasis der Toolbox kannst du dies natürlich nicht nur für deine eigene Domain machen, sondern auch für die der Konkurrenz.

Domain- and Business-Intelligence

Daten auf Verzeichnisebene analysieren zu können, ermöglicht es dir eine große Anzahl an weiterführenden Informationen zu einer Reihe von Produkten, Neuerscheinungen und historischen Geschäfts-Entscheidungen zu beziehen. Dies ist besonders praktisch, wenn du planst eine Domain zu kaufen, einen Wettbewerber zu analysiseren oder die Webseite einer bestimmten Firma im Auge zu behalten.

Schauen wir uns zum Beispiel Apple sein. Dort ist man berühmt dafür, dass die neuen Produkte bis zuletzt geheim bleiben und jeder durchgesickerte Information ist bahre Münze wert. Behalte ein Auge auf Apples Rankings im /iphone/ Verzeichnis, falls Apple aus versehen Informationen zu früh für Googles Crawler zur Ansicht freigibt.

Oder wie wäre es damit, Amazon nach den sichtbarsten /stores/ im Google Index aufzuschlüsseln? In diesem Fall kann es sich sogar lohnen, die Daten auf URL-Ebene zu betrachten.

Gehen wir für unser nächstes Beispiel über den Teich nach Großbritannien. Dort haben wir uns, für eine kleinere Seite für Motoradzubehört, die Wettbewerber angeschaut und sind dort auf interessante Rankings einer Motorradversicherungs-Webseite gestoßen. Wenn wir diese Versicherungsseite in ihre Verzeichnisse segmentieren fällt sehr schnell auf, dass der Großteil der Sichtbarkeit über das Verzeichnis /bikesocial/ kommt, einem informativen Magazin.

directory visibility analysis

Wir können in dieser Grafik sehr schön sehen, dass das Verzeichnis für die Versicherungen stagniert während das Magazin stetig Sichtbarkeit gewinnt. Ein schönes Beispiel für eine funktionierende Content Marketing Strategie.

Von dort können wir nun tiefer in die Unterverzeichnisse des /bikesocial/ eintauchen und schauen, was dort gut funktioniert. Mit diesen Informationen lässt sich dann eine konkurrierende Content Strategie aufbauen.

directory visibility analysis