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Ändert sich die Click-Through-Rate (CTR) bei Google?

14. Dezember 2016, 09:47

“Postfaktisch” wurde zum Wort des Jahres 2016 gewählt. Damit wird beschrieben, dass eine gefühlte Wahrheit wichtiger ist, als die auf Fakten basierende Realität. Der regelmäßige Leser dieses Blogs wird sich erinnern, dass auch Teile der SEO-Branche manchmal lieber auf Emotionen und ihre Wünsche setzen, als auf Fakten. Allerdings haben wir jetzt auch kurz vor Weihnachten und wenn schon der Öffentliche Dienst in dieser Zeit Milde walten lässt, dann werde ich die gute Stimmung nicht zerstören und warte mit meinem angemessenen Rant auf die aus allen Ecken des Internets hervorsprießenden Korrelationsstudien bis nächstes Jahr.

Bleiben wir heute lieber im Bereich der Fakten: in ihrer jährlichen Veröffentlichung zu möglichen Rankingfaktoren haben Marcus Tober und sein Team dieses Jahr auch ein Chart zur Klickwahrscheinlichkeit (Click-Through-Rate, kurz: CTR) bei Google veröffentlicht. Da wir im letzten Jahr zu dem Thema auch schon etwas geschrieben haben und die Entwicklung der Zahlen doch deutlich voneinander abweicht, habe ich unsere Werte aktualisiert:

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Ist Google oder Facebook die Haupttrafficquelle für Verleger?

9. Dezember 2016, 11:27

Im August 2015 hat Parsely.com – eine Content Analyse Plattform – einen „Authority Report“ veröffentlicht, in dem sie behaupten, dass Facebook Google als Haupttrafficlieferant für Verleger abgelöst hat. Was ist an dieser Aussage dran? Viele europäische Verleger sind sicherlich anderer Meinung.

Aber gut, anderthalb Jahre und mehrere Authority Reports später überrascht es sehr, dass viele europäische und amerikanische Institutionen und Sektoren (Universitäten, Webseiten-Besitzer, Verleger, und viele mehr) diese Aussage als einzige Wahrheit übernommen haben. Dies ist nicht der Fall.

Die Ansicht ist jedoch kein Wunder, wenn man beachtet, wie sich die Aussage verbreitet hat: Die Nytimes.com schreibt „Facebook eclipsed Google for the share of referral traffic to publishers“. Fortune.com fängt ihren Artikel mit dem Satz „Facebook is no longer just vying with Google but has overtaken it by a significant amount“ an. Und selbst Marketing Land schreibt „Facebook has landed the latest punch in the heavyweight battle with Google for referral traffic supremacy“.

Ich glaube, diese Aussage konnte so populär werden, da es so gut wie keine Studien gibt, die für Vergleichswerte sorgen. Aus diesem Grund möchte ich mir die Parsely-Studie heute näher anschauen und eigene Zahlen anbieten.

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Wie verbreitet sind AMP-Treffer?

1. Dezember 2016, 14:44

Nach und nach kippt das Smartphone/Desktop-Verhältnis in allen Google-Suchmärkten in Richtung Smartphone. Auch der Anteil der Suchenden, die direkt auf dem Smartphone einkaufen, steigt laut einer aktuellen Erhebung von Etracker kontinuierlich. Kein Wunder also, dass Google sich ärgert, kein geschlossenes System wie Facebook oder Amazon zu betreiben. Um das zu ändern hat man unter dem Deckmantel der Beschleunigung mobiler Seitenaufrufe AMP erfunden. Abgespeckte HTML-Seiten werden von Googles Servern direkt ausgeliefert und ermöglichen Google somit zumindest etwas eigenes Ökosystem zu simulieren. In den Smartphone-SERPs sehen solche Seiten dann so aus:

amp Vollständigen Artikel lesen

SISTRIX Weihnachtsaktion 2016

29. November 2016, 11:13

Weihnachtsriesenrad2016 war für uns wieder ein unglaublich spannendes und ereignisreiches Jahr. Zu den Highlights zählen die Einführung des täglichen Sichtbarkeitsindex mit täglich aktualisierte Ranking-Daten für alle Domains, die Entwicklung unseres Amazon SEO Tools, die Akquisition von SEOlytics, die Integration der Majestic-Linkdaten als zusätzliche Linkquelle in die der Toolbox und die „Mobile First“-Ankündigung von Google.

Jetzt steuern wir auf den letzten Monat des Jahres zu und die Weihnachtsmärkte in allen Städten verströmen einen Duft von gebrannten Mandeln, warmen Waffeln und Glühwein. Da darf auch die alljährliche SISTRIX Weihnachtsaktion nicht fehlen.

Traditionell starten wir wieder unser Weihnachtsriesenrad. Für jeden Klick, der das Weihnachtsriesenrad startet, spenden wir einen Euro für eine guten Zweck

Dieses Jahr gehen die Spenden an Transparency International. Die Mission von Transparency International ist die weltweite Bekämpfung von Korruption, um für eine gerechtere Welt zu sorgen. Der gemeinnützige Verein deckt Schwachstellen in Gesetzen, Institutionen oder Systemen auf und leitet Reformen ein.

SISTRIX teilt die Werte Transparenz, Gerechtigkeit und sachlicher Disput mit Transparency International. Starte jetzt mit einem Klick unser Weihnachtsriesenrad und hilf uns das Spendenziel von 5.000 Euro zu erreichen.

Wir wünschen allen Menschen auf der ganzen Welt frohe Weihnachten 2016!

Verbreitung von HTTPS-Seiten in den Google-SERPs

23. November 2016, 12:57

Google macht ernst: seit heute zeigt mein Chrome nicht nur das grüne Verschlüsselungssymbol neben via HTTPS ausgelieferten Seiten sondern schreibt noch explizit „Sicher“ dazu. In einem Blogbeitrag hat Google bereits angekündigt, dass in der Zukunft bei nicht verschlüsselt ausgelieferten Seiten ein „Nicht Sicher“ stehen wird.

google-sicher

Googles Vorstoß ist zweifellos richtig. Um ihn trotzdem einem Realitätscheck zu unterziehen, habe ich in unseren Daten ausgewertet, wie sich der Anteil der via HTTPS ausgelieferten Seiten in den Google SERPs eigentlich in den letzten Jahren verändert hat. Hier die Analyse für Deutschland:

ssl-de

Gut zu sehen, dass sich der Anteil der verschlüsselt ausgelieferten Seiten erst langsam, aber mittlerweile immer schneller steigert. Von weniger als 10 Prozent Mitte 2015 sind wir heute bei über einem Viertel für die Top-100 und sogar über 35 Prozent in den Top-10 angekommen.

Der Sprung in den Top-10 Mitte 2015 liegt übrigens in der Umstellung von Wikipedia.org begründet. Ein schönes Beispiel für das Dauerthema von Korrelation und Kausalität. Schaut man sich die gleiche Auswertung ohne Wikipedia.org an, ist der Verlauf etwas gleichmäßiger, in seiner Richtung und Intensität aber trotzdem deutlich:

ssl-de-wikipedia

Die Entwicklung sieht in den anderen Ländern übrigens ähnlich aus: Auch in Spanien oder dem Vereinigten Königreich werden HTTPS-Seiten in den SERPs immer wichtiger.

Anzahl der (irrelevanten) Händler auf Amazon.de steigt

10. November 2016, 14:30

Seit gut 10 Monaten sammeln wir nun bereits strukturiert Daten von Amazon. Jetzt, wo der Geruch von Weihnachtsgebäck nicht mehr zu leugnen ist, habe ich ausgewertet, wie sich interessante Kennzahlen in diesem Zeitraum verändert haben. Los geht es mit der Anzahl aktiver Händler auf Amazon.de. Wir prüfen regelmäßig viele unterschiedliche Keywords in der Amazon-Suche – hier werten wir nun aus, wie viele unterschiedliche Händler mit mindestens einem Produkt in den Ergebnislisten von Amazon.de vertreten waren:

amazon_shops

Waren es im Februar noch rund 45.000 unterschiedliche Händler, bieten aktuell mehr als 64.000 Händler aktiv Ware auf Amazon an und werden damit auch in der Suche gefunden – eine Steigerung von mehr als 40 Prozent in nur 10 Monaten.

Doch welche Auswirkungen hat das für die Findbarkeit auf Amazon? Ähnlich wie für Google ermitteln wir auch für die Amazon-Suche einen Sichtbarkeitsindex. Hier für Händler und Marken getrennt. Dieser Indexwert zeigt, wie sichtbar kein einzelner Händler oder eine einzelne Marke in der Amazon-Suche eigentlich ist. In Summe werden jeden Tag 1 Millionen Punkte verteilt. In der folgenden Auswertung ist nun zu sehe, wieviele dieser 1 Millionen Punkte auf die 1.000 größten Händler, Amazon selber und den Rest entfallen:

amazon-vis-shops

Wir sehen – (so gut wie) nichts. Während die Anzahl der Händler in den letzten 10 Monaten um gut 40 Prozent gestiegen ist, werden die 1.000 größten Händler und Amazon selber noch genauso oft und erfolgreich in der Amazon-Suche gefunden, wie zuvor. Es ist also entgegen der Erwartungen nicht so, dass mehr Händler dazu führen, dass die erfolgreichen Händler Anteil an der Sichtbarkeit verlieren, sondern mehr Händler teilen sich die “Rest-Sichtbarkeit”. Gar nicht so viel anders als bei Google …

Mobile First – Google macht den Mobilen Index zum Hauptindex

14. Oktober 2016, 13:33

Google hat gestern auf der Pubcon in Las Vegas angekündigt, dass der Mobile Index den Desktop Index als Hauptindex ablösen wird. Zukünftig schaut Google also nicht mehr, ob es zu der Desktop-Version einer Seite auch eine Mobile-Version gibt, sondern umgekehrt, ob es zu der Mobile-Version auch eine Desktop-Variante gibt. Der Mobile Index und Mobile SEO werden damit massiv aufgewertet.

Selbst wenn der größte Teil der Umsätze einer Website über die Desktop-Version generiert werden, wird Mobile SEO spätestens jetzt zur absoluten Pflicht, da es zukünftig wahrscheinlich einen direkten Einfluss auf das Crawling der Desktop-Version und damit auf die Desktop-Rankings hat.

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Was Links für Google sind, sind Kundenrezensionen für Amazon

13. Oktober 2016, 10:21

Sobald eine Suchmaschine erfolgreich ist, gibt es Versuche, das Ranking ihrer Ergebnisse zu manipulieren. Während Google bei diesem Katz und Maus-Spiel zwischen verbesserten Algorithmen und hartnäckigen Optimierern schon recht weit ist, geht es bei Amazon gerade erst so richtig los. Gründe, sich mit Amazon zu beschäftigen, gibt es indes genug: in den USA fängt für mehr als 50 Prozent aller Konsumenten die Produktsuche mittlerweile bei Amazon an – eine ordentliche Steigerung zu den 44 Prozent von letztem Jahr. Vollständigen Artikel lesen

Google Penguin 4.0: Bewegung in den SERPs

9. Oktober 2016, 18:04

Vor gut zwei Wochen hat Google offiziell bekannt gegeben, dass Penguin 4.0 freigelassen wurde und in den Google-Ergebnissen zu finden sei. Nachdem sich der Staub nun etwas gelegt hat und auch erste Auswirkungen in den SERPs zu finden sind, möchte ich in diesem Blogbeitrag die bisherigen Erkenntnisse zusammenfassen. Zuerst die beiden Punkte aus Googles Blogpost, die als halbwegs gesichert angesehen werden können: Vollständigen Artikel lesen

Links kaufen, die sich andere verdient haben… Warum nicht?

9. September 2016, 11:20

Wenn es Euer Budget hergibt, ist der einfachste Weg seine eigene Domain bei Google nach vorne zu bringen, eine andere Domain mitsamt den dort vorhandenen Links, für die andere über lange Jahre hinweg hart arbeiten mussten, zu kaufen. Wenn die Domain zudem noch organisch gewachsen ist, kann es gut sein, dass diese Links sogar freiwillig von Nutzern gesetzt wurden, welchen die Inhalte sehr gut gefallen haben. Solche Links sind natürlich Gold wert.

Solltet Ihr euch tatsächlich dazu entscheiden diesen Weg einzuschlagen, denkt bitte daran, dass Ihr auf eurer eigenen Seite Inhalte anbieten müsst, die eine ähnliche oder bessere Qualität aufweisen als die Inhalte auf der alten Domain. Denkt bitte immer an die Nutzer, die auf die alten Links klicken und dann auf eure neuen Inhalte kommen. Wenn Ihr eure Optimierungsmaßnahmen an den Nutzern von Google ausrichtet und nicht nur für Google selbst durchführt, dann seid ihr sehr wahrscheinlich auf der sicheren Seite.

Nutzt bitte für die notwendigen Weiterleitungen den Status Code 301 (Permanent Redirect). Google’s Gary Illyes hat zwar klar gestellt, dass 30x Redirects generell keinen PageRank mehr verlieren, I glaube jedoch, dass 301 Weiterleitungen aus technischer Sicht weiterhin bevorzugt genutzt werden sollten. Zum einen sind 301 Weiterleitungen laut RFC 2616 die technisch korrekte Wahl für permanente Weiterleitungen und zum anderen haben sich diese Weiterleitungen in der Vergangenheit bewährt (never change a winning team!).

Um eine Entscheidung zu treffen, sollte das Linkprofil der zu erwerbenden Domain genau analysiert werden:

1 – Entspricht dieses den eigenen Erwartungen und Qualitätsvorstellungen?
2 – Ist die Domain sowie dessen Inhalt themenrelevant?
3 – Bieten die Backlinks der Domain ebenfalls eine Themenrelevanz und sind diese „wertige“ Links für die Zielseite (Deine Website)?
4 – Weißt die Domainpopularität eine akzeptablen (hohen) Wert auf?
5 – Wie ist es um die Nofollow-Ratio bestellt?

Schauen wir uns einige Beipsiele an. Vollständigen Artikel lesen