Weitergehende Integration der Search Console-Daten

en_USes_ESfr_FRit_IT

Wie bereits angekündigt, bauen wir die Integration der Search Console-Daten in der Toolbox weiter aus. Heute wurde die nächste Ausbaustufe in der Toolbox freigeschaltet. Durch eine Leiste über den Analysen kann künftig für viele Auswertungen die Datenquelle gewählt werden. Den Start macht heute die Keyword-Tabelle.

Bildschirmfoto 2015-09-10 um 07.57.50

Wird einer der drei oder vier Reiter ausgewählt, so beziehen sich die untenstehenden Auswertungen auf die gewählte Datenquelle. In ihr vereinheitlichen wir künftig die Auswahl der gewünschten Daten. Dort finden sich:

  • Erweiterte Datenverfügbar für alle Domains in DE & ES – 17 Millionen (DE) beziehungsweise 5 Millionen (ES) Keywords werden mindestens einmal pro Monat aktualisiert. Diese Daten enthalten bereits die wöchentlichen, Standard-Daten.
  • Standard Datenverfügbar für alle Domains in allen Ländern – Rund 1 Millionen Keywords pro Land. Diese Daten werden einmal pro Woche aktualisiert.
  • Smartphone Datenverfügbar für alle Domains in allen Ländern – Die gleichen Keywords wie bei den Standard-Daten. Für die Smartphone Daten werden die Daten allerdings über einen Smartphone-Browser erhoben.
  • Search Consoleverfügbar für Deine Domains – Alle Daten, die Google für Deine Domains aus der Search Console über die API-Schnittstelle ausliefert. Pro Tag werden von Google maximal 5.000 Einträge zurück gegeben. Diese Daten stehen nur Dir in Deinem Toolbox-Account zur Verfügung.

Besonderheiten der Daten aus der Search Console

Die Daten, die Google über die Search Console-API zur Verfügung stellt, haben einige Besonderheiten. Diese machen einen direkten Vergleich mit den bekannten Toolbox-Daten schwierig. Um Missverständnissen vorzubeugen, weisen wir daher auf die uns bekannten Stolperfallen im Folgenden hin.

Daten beziehen sich auf Keyword, URL, Device und Land in Kombination

Google liefert Impressions (“Wie häufig hat ein Nutzer den Treffer gesehen?”), Klicks (“Wie häufig hat ein Nutzer auf den Treffer geklickt?”) und CTR (“Wieviel Prozent der Impressions haben zu Klicks geführt?”) immer für die Kombination von Keyword (Suchbegriff), URL, Device (Desktop, Tablet oder Smartphone) sowie das Land des Suchenden. Ändert sich auch nur einer dieser vier Werte, wird ein neuer Eintrag ausgeliefert. Die Folgen davon zeigen sich beispielsweise bei Brand-Treffern, die für die Marke auf der ersten Position ranken. Der Haupttreffer, in der Regel die Homepage, erhält die meisten Klicks und damit CTRs von häufig über 50%. Die weiteren URLs des Treffers unterhalb der Haupt-URL werden getrennt gemessen und tauchen daher in der Tabelle der Search Console als eigene Zeilen auf. Es erfolgt keine Zusammenfassung von Kennzahlen auf Basis des besten Treffers, wie dies in der Toolbox sonst in der Regel stattfindet. Die Anzahl der Zeilen zwischen Search Console und Toolbox ist daher nicht direkt vergleichbar.

Nutzerverhalten hat Einfluss auf Analyseergebnisse

Es werden nur Daten ausgegeben, wenn eine gewisse, von Google leider nicht dokumentierte, Mindestanzahl von Impressions stattgefunden hat. Das hat zur Folge, dass sich offensichtliche Kennzahlen wie Klicks innerhalb einer Zeitperiode sehr gut messen lassen, während weitergehende Analysen auf statistisch wackeligen Beinen stehen. Beispielsweise deuten die Search Console-Zahlen darauf hin, dass Domains auf Smartphones im Durchschnitt ein deutlich besseres Ranking haben als auf dem Desktop. Allerdings sitzt man hier einem prinzipbedingten Erhebungsfehler der Daten auf: Nutzer auf Smartphones schauen sich häufig nur die erste Google-Trefferseite an während Desktop-Nutzer auch mal weiter nach hinten durchklicken. So fehlen für Smartphones die Nutzerdaten auf den weiteren Ergebnisseiten und folglich können auch keine Rankings durch Google ausgewiesen werden. Es werden also nur die guten Rankings gemessen. Die Toolbox untersucht im Gegensatz dazu Keywords immer mit der gleichen Suchtiefe und registriert zuverlässig auch Änderungen auf den hinteren Rankingpositionen. Dieses prinzipbedingte Problem der Search Console tritt leider nicht nur bei unterschiedlichen Geräten auf: auch zwischen Navigational- und Informational-Searchqueries gibt es deutliche Unterschiede in der Suchtiefe. Dieses Problem sollte man bei allen Analysen, die auf Basis der Search-Console-Daten durchgeführt werden, im Hinterkopf behalten. Es besteht die Gefahr, durch eine ungeeignete Datengrundlage zu falschen Ergebnissen zu kommen.

In unserem Blogpost „Rankingdaten aus Googles Search Console: Nutzen und Grenzen“ haben wir uns noch tiefer mit diese Thematik beschäftigt.